Faktenargument Beispiel Essay

Wie schreibe ich eine textgebundene Erörterung?

Der folgende Artikel gibt eine Übersicht über den Aufbau einer textgebundenen Erörterung und zeigt stufenweise, nach welchem Schema vorgegangen werden muss. Zusätzlich erhältst du ein paar hilfreiche Tipps und Formulierungsbeispiele, damit die nächste Klassenarbeit garantiert ein Erfolg wird.

Im Vergleich mit den freien Erörterungstypen, dazu zählen die dialektische Erörterung sowie die lineare Erörterung, konzentriert sich die textgebundene Erörterung auf einen vorliegenden Text. Das sind in aller Regel Zeitungsartikel oder kleinere Essays. Jedenfalls ist die Wahl des Erörterungstyps im Falle einer textgebundenen Erörterung immer sehr eindeutig. Falls in der Aufgabenstellung zu dem Operator "erörtern" (z.B. Erörtern Sie ...) ein Text beigefügt wird, ist auch eine textgebundene Erörterung zu verfassen, außer, die Aufgabenstellung verlangt explizit nach einer freien Erörterung.

Der nun folgende Aufbau für eine textgebundene Erörterung ist eine mögliche, aber keine zwingende Gliederung. Texte können auf ganz unterschiedliche Art und Weisen kritisch erörtert werden. Im Zweifel sollte man jedoch immer die vom Lehrer vorgeschlagene Gliederung verwenden. Dagegen vollkommen unabhängig ist der makrostrukturelle Aufbau aus Einleitung, Hauptteil und Schluss. Jede Erörterung, ob frei oder textgebunden, muss klar in diese drei Teile gegliedert sein.

Aufbau textgebundene Erörterung:


1.) Einleitung:
  • Autor des Textes
  • Titel
  • Veröffentlichungsdatum
  • Art des Textes (z.B. ein Zeitungsartikel)
  • Intention bzw. Anlass zur Veröffentlichung
  • Thema (Worum geht es im Text?)

2.) Hauptteil:
Sachliche Erörterung der Argumentation
  • Thesen
  • Argumente
  • Beispiele

Analyse von Sprache und Stil (optional)
  • Satzbau
  • Wortwahl
  • rhetorische Mittel
  • sonstige sprachliche Besonderheiten

Kritische Stellungnahme
  • Argumentation des Autors zustimmen
    • Welche Argumente sind essenziell für die Stützung der Ausgangsthese?
    • Welche zusätzlichen Argumente lassen sich noch finden?
    • Wie bringt der Autor seine Argumente mit der zentralen These in Verbindung?
  • Argumentation des Autors widersprechen
    • Welche Argumente lassen sich entkräften?
    • Gibt es logische Fehlschlüsse in der Argumentation?
    • Sind die angeführten Beispiele plausibel?
  • Argumentation des Autors teilweise zustimmen/ablehnen
    • Welche Argumente lassen sich stützen/entkräften?
    • Wo ist die Argumentation fehlerhaft/nachvollziehbar?
    • Welche Argumente lassen sich für beide Position noch ergänzen?

3.) Schluss:
  • Zusammenfassung der Analyseergebnisse
  • Kritische Stellungnahme
    • Was macht die Argumentation überzeugend/unlogisch?
    • Behilft sich der Autor etwaiger Tricks? (z.B. Manipulation, Verallgemeinerungen, Ignorieren der Gegenposition)
  • Eigene Position deutlich machen
    • Welchen Argumenten stimme ich zu, welche lehne ich ab?
    • Ausblick auf die Problematik; Welchen Stellenwert könnte das Thema kurzfristig/mittelfristig/langfristig haben?
    • Eventuelle Lösungen aufzeigen

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Textgebundene Erörterung schreiben - Schritt für Schritt Anleitung


Noch bevor man mit der Einleitung der textgebundenen Erörterung beginnt, ist einiges an Vorarbeit zu leisten. Je nach Zeitrahmen sollte der Text zwei bis dreimal vollständig durchgelesen werden. Währenddessen werden die Thesen, Argumente und Beispiele in unterschiedlichen Farben markiert, denn sie spiegeln die innere Struktur des Textes wider. Meistens gibt es nur eine zentrale These (Behauptung), die in enger Verbindung zum eigentlichen Thema steht. Argumente unterstützen diese These durch in Verbindung stehende, logische Beweise (dazu später mehr). Ihnen untergeordnet sind Beispiele, welche die Argumente nachvollziehbar veranschaulichen sollen.
Aus einem Text zum Thema Nachhilfe könnte man beispielsweise solche Argumentationsketten extrahieren:

These: Nachhilfe lohnt sich
Pro Argument: durch Nachhilfe verbessern sich die Schulnoten
Beispiel: 7 von 10 Nachhilfeschüler bekamen bessere Noten in Mathematik

These: Nachhilfe lohnt sich
Kontra Argument: Nachhilfe ist sehr teuer
Beispiel: Eine Nachhilfestunde bei einem Lehrer kostet mindestens 20€

Argumente können also für, oder gegen eine These sein. Hieran erkennt man letztlich auch die bevorzugte Sichtweise des Autors, der wiederum auch gänzlich auf die gegensätzliche Perspektive verzichten- und nur seine bevorzugte Meinung darstellen kann. All das muss später in der textgebundenen Erörterung bei der Analyse erwähnt werden. Nach diesem kurzen Vorgriff zum Erkennen der Argumentation nun aber zurück zur Einleitung:
Wie auch bei anderen Aufsatztypen gehört in die Einleitung einer textgebundenen Erörterung der Autor, der Titel des Textes, das Datum der Veröffentlichung, die Art des Textes, die Intention/Anlass der Veröffentlichung sowie das Thema. Dementsprechend könnte das ganze so aussehen:

Das 2006, im Rahmen einer Festschrift, veröffentlichte Essay "Nachhilfe lohnt sich" vom Pädagogen Hans Müller, handelt von den langfristigen Vorteilen eines professionell gestalteten Nachhilfeunterrichts.

Der Hauptteil der textgebundenen Erörterung gliedert sich in insgesamt drei Unterpunkte, von denen mit der Erörterung der Argumentation und der kritischen Stellungnahme jedoch nur zwei wirklich zwingend sind. Ob im Hauptteil auch eine Analyse der sprachlichen Besonderheiten (Syntax, rhetorische Mittel, Wortwahl) erfolgen muss, sollte von der Aufgabenstellung abhängig gemacht werden, da der Operator "erörtern" diese Art der Analyse nicht automatisch miteinschließt.

Von zentraler Bedeutung und zugleich auch ein wesentlicher Schwerpunkt, stellt die Erörterung der Argumentation dar. Dabei geht es keinesfalls um die puristische Wiedergabe des Inhalts, sondern mehr um eine logische Erörterung, also der Darlegung der Zusammenhänge zwischen den wesentlichen Thesen, den stützenden Argumenten und ihren zugehörigen Beispielen. Was genau Thesen, Argumente und Beispiele sind, wurde oben bereits erläutert. Zusätzlich kann es hilfreich sein, verschiedene Arten von Argumenten zu differenzieren, sodass unmittelbare Schlüsse auf die Plausibilität der Argumentationsstrukturen möglich werden.
Eine Auswahl von Argumentationstypen für textgebundene Erörterungen:

ArgumentErklärungBeispielKritik
AutoritätsargumentArgument, welches sich auf die Aussage eines Experten beruftDer Bundesminister für Umwelt gibt an, dass (...)Da sich auch Autoritäten irren können, kann ein Argument dieser Art ggf. entkräftet werden
Empirisches ArgumentArgument, welches sich auf eine allgemeine oder selbst gemachte Erfahrung beziehtAlle Bodybuilder die ich je gesehen haben, sind so muskulös wie Arnold schwarzeneggerErfahrungen können nicht immer verallgemeinert werden. Darüber hinaus sind Erfahrungen individuell
FaktenargumentArgument, welches sich auf einen wissenschaftlich unwiderlegbaren Fakt beziehtDie Erde kreist um die SonneGehört zu den stärksten Argumentationstypen, da es kaum widerlegbar ist (sofern der Autor ein Scheinargument nicht als Faktenargument tarnt)
Logisches ArgumentArgument, welches sich auf einen logischen Zusammenhang beziehtDurch das regelmäßige gießen von Pflanzen kann eine Austrocknung während der Sommermonate verhindert werdenArgumente dieser Art können Schwächen haben, wenn ein Falscher Schluss im Zusammenhang zwischen beiden Gegebenheiten gezogen wurde
TotschlagargumentArgument, welches in aller Regel kaum widersprochen werden kann, weil entweder die eigene Erfahrung fehlt, oder weil man sich fürchtet zu widersprechenFrüher war alles besserTotschlagargumente sind nur Scheinargumente und müssen deshalb zurückgewiesen werden

Den Argumentationstyp und damit zugleich auch dessen Schwächen zu kennen, hilft bei der kritischen Stellungnahme der textgebundenen Erörterung, wenn es darum geht, die Argumente zu entkräften, womit wir auch schon beim zweiten wesentlichen Punkt des Hauptteils angelangt wären.
Im Rahmen der Stellungnahme gibt es drei unterschiedliche Möglichkeiten.
1. Man stimmt dem Standpunkt des Autors zu.
2. Man widerspricht dem Standpunkt des Autors
3. Man stimmt dem Standpunkt des Autors teilweise zu

An dieser Stelle gibt es absolut kein richtig oder falsch. Man sollte sich intuitiv für die persönliche Präferenz entscheiden, weil die eigene Argumentation dann leichter fällt. Abhängig, ob man zustimmt, widerspricht oder einen Kompromiss anstrebt, muss man den Schwerpunkt etwas anders setzen. Bei einer Zustimmung kann etwa untersucht werden, welche Argumente für die Stützung der These am Bedeutsamsten sind oder wie die Argumente mit der zentralen These verbunden werden. Die Ablehnung der Position des Autors kann z.B. die Entkräftung der Argumente beinhalten, die logischen Fehlschlüsse aufzeigen und die Beispiele auf ihre Stichhaltigkeit prüfen. Im Rahmen des Mittelwegs ist dann eine Synthese aus beidem möglich.
Generell ist die inhaltlich Gestaltung in diesem Teilabschnitt der Erörterung relativ frei. So wie jeder Text, ist auch jede textgebundene Erörterung individuell. Falls du vor der Klassenarbeit mehrmals den Vorgang übst, wird dir auffallen, dass jeder Aufsatz für sich immer wieder einen neuen Anspruch stellt und andere Schwierigkeiten mit sich bringt. Eine optimale Vorbereitung beinhaltet daher die Auseinandersetzung mit möglichst vielen unterschiedlichen Texten.

Der Schlussteil der textgebundenen Erörterung wird mit einer kurzen Zusammenfassung der Analyseergebnisse eingeleitet. Folgend kann, wie schon im Hauptteil, kritisch Stellung bezogen werden, mit dem Unterschied, dass die eigene Meinung mit einfließen darf. Nur im Schluss darf die persönliche Perspektive eine Rolle spielen. Der Hauptteil muss durchweg objektiv und frei von subjektiven Wertungen sein. Folglich können Fragen beantwortet werden wie: Welchen Argumenten stimme ich zu/lehne ich ab? Was ist aus meiner Sicht besonders überzeugend an der Argumentation des Autors? Welche Lösungswege gibt es, um der Problematik im Text entgegenzuwirken?

Tipps und Hinweise für textgebundene Erörterungen:


Lies dir den Text mindestens drei Mal durch und unterstreiche wichtiges!
Die textgebundene Erörterung muss klar in Einleitung, Hauptteil und Schluss gegliedert sein!
Einleitung und Hauptteil müssen objektiv geschrieben sein! Subjektives erst im Schlussteil!
Vergiss nie die Textbelege!
Eine textgebundene Erörterung darf nicht mit der linearen- oder dialektischen Erörterung verwechselt werden!
Achte auf die Operatoren in der Aufgabenstellung: "Erörtern" und "Analysieren" sind nicht identisch!
Übung macht den Meister: Schreibe vor der Klassenarbeit mindestens eine eigene textgebundene Erörterung!

Weiterführende Links:


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Ein Autoritätsargument(auch: argumentum ad verecundia,lat. für „Beweis durchEhrfurcht“)ist einArgument, das eineThesedurch die Berufung auf eine Autorität bekräftigen oderbeweisenmöchte. Zu einer Autorität kann eine Person u.a. durch ihre fachliche Expertise und soziale Anerkennung- oder stellung avancieren. Ausschlaggebend ist am Ende nicht, wie sie tatsächlich ist, sondern wie sie erscheint – als Autorität eben.

Schauen wir uns ein Beispiel an:

1.Für Helmut Schmidt sind die Ursachen desKlimawandels„einstweilen nicht ausreichend erforscht“.

2.Die Menschheit sollte erst dieUrsachen des Klimawandelsausreichend erforschen und dann über die nächsten Schritte nachdenken.

Die These (2) wird hier durch die Aussage Helmut Schmidts gestützt, der deutschlandweit als eine Instanz in nahezu allen Fragen angesehen wird. Kurz: Indem die Autorität S. meint (1) wird (2) bekräftigt. Natürlich gilt das nur in den Augen derjenigen, die S. eine Deutungsautorität in solchen Sachen zutrauen. Nun gilt H. Schmidt als vieles, aber nicht unbedingt als Klimaexperte, wenn eine seiner außenpolitischen Positionen als ein Autoritätsargument herangetragen würde, würde diese wahrscheinlich mehr ins Gewicht fallen. Halten wir also fest: Ein Autoritätsargument fruchtet nur, wenn die angeführte Person auch als Autorität eingeschätzt wird.

Mir fällt immer wieder auf, wie gerneGläubigeautoritativ argumentieren. Fragst du bspw. einen Moslem, warum genau sein Gott der Richtige sein sollte, antwortet er nicht selten so etwas: „Da gibt es Leute (z.B. Pierre Vogel), die dir das erklären können und die unschlagbare Beweise dafür haben.“ Oder:„Weil es in derheiligen Schriftsteht.“Exakt dasselbe wird mir aber auch ein Christ auf die Frage antworten(genauso verhält es sich übrigens auch mit "die Liebe Gottes spüren" und all den anderen „Argumenten“), auch er wird auf Personen oder seine heilige Schrift verweisen, dabei kann aber nur höchstens einer der „einzig wahren Wahrheit“ anhängen. Und schon allein weil jeder behaupten kann, in einer uralten Schrift X oder von einer ominösen Person Y fände man ein Argument Z, ist das Autoritätsargument, zumindest in dieser seiner laxen Form, kein wirkliches Argument.

Die Aussagen der heiligen Schrift lassen sich mit den Sätzen weiterer, anerkannter Autoritäten als einereligiöse Dogmatikzusammenfassen. Doch wann wird eine religiöse Dogmatik anerkannt? Die Antwort auf diese Frage ist gar nicht so leicht zu geben,es scheint sehr beliebig zu sein wem Gläubige ihren Glauben schenken und wem nicht:

1.Der heiligen Schrift ist zu glauben, weil sie das Wort Gottes ist und dass sie das Wort Gottes ist, steht in der heiligen Schrift.

2.Propheten sind Autoritäten, weil sie von Gott gesandt wurden und dass sie von Gott gesandt wurden, erfahren wir durch die Propheten.

3.…

Andauernd verweisen Gläubige von einer Autorität auf eine andere, ohne auch nur einmal zu klären, warum eine der beiden eine solche sein soll.Umdie Existenz Gottes zu beweisen(durch Schriften, Propheten etc.) wird die Existenz Gottes vorausgesetzt (der die Schriften vermitteln soll, die Propheten gesandt hat etc.). Ein Dickichtklassischer Zirkelschlüssealso - und Vieles, aber nicht überzeugend.

Es reicht also nicht aus auf irgendeine Autorität zu verweisen, Autorität und Verweis sollten gewisse Qualitäten besitzen. Folgende Qualitäten können u.a. ein Autoritätsargument zu einem zulässigen und starken Argument machen:

· Vertrauen: Die Autorität soll vertrauenswürdig sein.

·Korrektheit: Die Autorität soll korrekt zitiert werden.

·Kompetenz: Die Autorität soll kompetent im relevanten Fachgebiet sein.

· Argumentation: Die Regeln der Argumentation sollen eingehalten werden.

·Meinungsvielfalt: Gegenteilige Auffassungen werden angeführt und widerlegt.

Wo diese Punkte nicht erfüllt sind, handelt es sich um ein nichtiges- oder einScheinargument. Und der Verdacht, es könne sich um einen beabsichtigten Trugschluss oderSophismushandeln, liegt sogleich nahe.

Daneben stehen die zulässigen Autoritätsargumente – wir sind angewiesen auf sie. Nahezu alle Meinungen werden gebildet oder aufrechterhalten, ohne dass alle ihre Geltungsvoraussetzungen im Einzelnen von einem Wissenssuchenden überprüft werden können. Ein Forscher am CERN beispielsweise kann beim besten Willen nicht all die tausenden theoretischen undexperimentellenArbeiten wiederholen, auf die seine Forschung aufbaut. Er muss die Äußerungen anderer schlauer Köpfe wie Bohr oder Heisenberg alsWissen bzw. gerechtfertigte wahre Meinung hinnehmen. Jeder Forscher, egal welcher Disziplin, der heute noch versucht alles selbst zu belegen wird nie auf einen grünen Zweig bzw. vorankommen. Und wer nichts Fremdes glaubt und auch nichts belegen möchte, dem wird jegliche Orientierung fehlen.

  • Argumentationstheorie: Gekonnt ausgestaltet gilt das Autoritätsargument sehr wohl als eine seriöse Praxis in derRhetorik und Argumentationstheorie.
  • Homöopathie: Die Umkehrung des Autoritätsarguments ist ebenfalls ein Fehlschluss. Dass Jemand keine Autorität in einem Fachgebiet ist, bedeutet nicht automatisch, dass seine Argumente auch falsch sind.Schlussendlich geht es immer um den Inhalt und dielogischeStruktur eines Argumentes, nicht um dessen Urheber. Das „Argument“: „Du kannst die Wirksamkeit von Homöopathie nicht beurteilen, weil du keine homöopathische Ausbildung hinter dir hast“ zieht folglich nicht. Auch das Auswendiglernen von Hahnemanns „Organon“ ändert nichts an der Studienlage und es reicht schon mit gesundem Menschenverstand an die Sache ranzugehen, um die Scharlatanerie des Homöopathen zu erkennen.
  • Locke: Begriffsgeschichtlich dürfte der Ausdruck „Argumentum ad verecundiam“ (Autoritätsargument) auf John Locke und seinem Essay „concerning human understanding“ zurückgehen.
  • Popularitätsargument: Das Popularitätsargument und das Autoritätsargument sind eng verwandt miteinander.
  • Syllogismus: Der US-amerikanischePhilosophWesley C. Salmon rekonstruierte das Autoritätsargument als einen „statischen Syllogismus“, als ein Argument also, das seine Konklusion zumindest wahrscheinlich macht: (1) Die überwältigende Mehrheit der Behauptungen, die x über S trifft, ist wahr. (2) p ist eine Aussage von x über S. (3) p istwahr.
  • Werbepsychologie: Das Autoritätsargument scheint vielerorts glänzend zu funktionieren, nicht umsonst werden Werbungen häufig mit Prominenten oder Experten geschalten. Da vermarktet ein „Dr. med. Zahnweiß“ beispielsweise die neue Zahnpasta und die Leute kaufen sie, weil sie dem Doktor als intellektuelle Autorität in Sachen Zahnhygiene vertrauen. Vielleicht wäre zeitgleich aber auch ein Zweifel an der moralischen Integrität und Ehrlichkeit solcher Werbeheinis angesagt..

tagPlaceholderTags:Argumentationsfehler, Autoritätsargument

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